Abfindung bei Kündigung

Der gekündigte Arbeitnehmer hat einen Abfindungsanspruch in Höhe von 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses, wenn er eine Kündigung nach § 1a Kündigungsschutzgesetz erhalten hat. 

Soweit, so gut! In allen anderen Fällen sieht das Gesetz keinen Abfindungsanspruch vor. Gekündigte Arbeitnehmer müssen aber nicht leer ausgehen, denn im Fall einer Kündigung liegt das Risiko überwiegend beim Arbeitgeber. Grundsätzlich muss allein der Arbeitgeber eine Kündigung nachprüfbar begründen können. Können Arbeitgeber das nicht – was häufig der Fall ist – sind sie bereit, das Arbeitsverhältnis gegen Zahlung einer Abfindung zu beenden. Dabei ist die Höhe der Abfindung nicht auf 0,5 Monatsverdienste pro Beschäftigungsjahr beschränkt. Ich habe für Mandanten schon den doppelten oder auch dreifachen Betrag erstreiten können. Es kommt ausschließlich auf die behaupteten Kündigungsgründe, das Ausschöpfen der rechtlichen Möglichkeiten und das Verhandlungsgeschick. Daher empfehle ich bei jeder Kündigung durch den Arbeitgeber anwaltlichen Rat einzuholen.

Dabei ist es wichtig auf die gesetzlich vorgegebenen Fristen zu achten. Wollen Sie eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses nicht einfach hinnehmen und die Abfindung erzielen, muss die Kündigung mit einer Kündigungsschutzklage zum zuständigen Arbeitsgericht angegriffen werden. Die Klagefrist hierfür beträgt drei Wochen ab Erhalt der schriftlichen Kündigung. Zögern Sie also nicht, nehmen Sie Kontakt zu mir auf. Ich bewerte Ihre Chancen und Risiken.